Bevándorlási és Állampolgársági Hivatal

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INHALT

Aufenthaltserlaubnis zur Saisonarbeit

KREIS DER BERECHTIGTEN

Eine Aufenthaltserlaubnis zur Saisonarbeit kann der Drittstaatsangehörige bekommen, dessen Aufenthaltsziel es ist, die in einer gesonderten Rechtsnorm festgelegte Saisonarbeit zu verrichten.

Zur Saisonarbeit darf der Drittstaatsangehörige keine Aufenthaltserlaubnis bekommen,

·      der unter die Richtlinie 96/71/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 1996 über die Entsendung von Arbeitnehmern im Rahmen der Erbringung von Dienstleistungen fällt und sich durch Entsendung auf dem Territorium von Ungarn aufhält oder

·      der aufgrund der Festlegungen in einer gesonderten Rechtsnorm über das Recht auf Freizügigkeit und freien Aufenthalt verfügt.

 

BEGRIFFSERLÄUTERUNG

Drittstaatsangehörige: mit Ausnahme der über das Recht auf Freizügigkeit und freien Aufenthalt verfügenden Personen (EWR-Bürger bzw. Familienangehörige, die einen EWR-Bürger bzw. ungarischen Staatsangehörigen begleiten oder zu einer solchen Person kommen) die nichtungarischen Staatsangehörigen und Staatenlosen.

Staatenlose: Personen, die kein einziger Staat als Staatsangehörige nach seinem eigenen Recht anerkennt.

Kombinierte Erlaubnis: eine Aufenthaltserlaubnis, die einen Drittstaatsangehörigen auf dem Territorium von Ungarn zur Errichtung eines Beschäftigungsverhältnisses mit einem bestimmten Arbeitgeber und zum Aufenthalt berechtigt.

Einheitliches Antragsverfahren: ein Verfahren, das aufgrund des von einem Drittstaatsangehörigen eingereichten Antrags auf die Genehmigung seines Aufenthalts auf dem Territorium Ungarns von mehr als neunzig Tagen innerhalb eines Zeitraums von einhundertachtzig Tagen und die Errichtung eines Beschäftigungsverhältnisses mit einem bestimmten Arbeitgeber gerichtet ist.

Saisonarbeit: die in den Beschäftigungssektoren der Landwirtschaft betriebene Tätigkeit.

Landwirtschaft: die Bereiche Pflanzenanbau, Forstwirtschaft, Tierhaltung und Fischerei.

 

EINREICHUNG DES ANTRAGS UND INFORMATIONEN IN VERBINDUNG MIT DEM VERFAHREN

Bedingung: Einreichung des ausgefüllten Formulars sowie der verbindlichen Anlagen bzw. Zahlung der Verfahrensgebühr

Wir weisen darauf hin, dass man bei der Einreichung des Antrags persönlich bei der Behörde erscheinen muss, es sei denn, der Ausländer ist infolge seines Gesundheitszustandes nicht in der Lage, zu erscheinen.

Der Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis ist – mit der gesetzlich festgehaltenen Ausnahme – bei dem Konsularbeamten oder an einem zur Übernahme des Antrags auf Aufenthaltserlaubnis ermächtigten anderen Ort einzureichen, der im Land laut dem ständigen oder gewöhnlichen Aufenthaltsort bzw. der Staatsangehörigkeit des Antragstellers tätig ist bzw. betrieben wird. Die Erteilung eines zur Übernahme der Aufenthaltserlaubnis berechtigenden Visums kann der Drittstaatsangehörige vor der Einreise – ohne Einreichung eines darauf gerichteten gesonderten Antrags – in seinem Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis beantragen.

Bei der Einreichung des Antrags wird zur Ausstellung eines biometrische Daten enthaltenden, zum Aufenthalt berechtigenden Dokuments ein Passbild erstellt und werden bei einem Antragsteller über sechs Jahren die Fingerabdrücke abgenommen, was der Drittstaatsangehörige erdulden muss.

Gibt die Regionaldirektion dem Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis statt, genehmigt sie gleichzeitig auch die Erteilung eines zur Übernahme der Aufenthaltserlaubnis berechtigenden Visums, wovon sie den Konsularbeamten benachrichtigt. Das zur Übernahme der Aufenthaltserlaubnis berechtigende Visum wird – aufgrund der Entscheidung der Regionaldirektion – vom Konsularbeamten erteilt.

Wir weisen des Weiteren darauf hin, dass das zur Übernahme der Aufenthaltserlaubnis berechtigende D-Visum den Drittstaatsangehörigen zur einmaligen Einreise und zu einem Aufenthalt von 30 Tagen berechtigt, weshalb wir vorschlagen, nach Ihrer Einreise nach Ungarn zur Übernahme der Aufenthaltserlaubnis und zur Anmeldung der Unterkunft in Ungarn möglichst bald bei der laut Ihrer zukünftigen Unterkunft zuständigen Regionaldirektion des Amt für Einwanderung und Asyl zu erscheinen.

Neben der Einreichung eines Antrags auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis an einem der Regel entsprechenden Ort (ungarische Auslandsvertretungen) regelt das ungarische Recht auch die Möglichkeit zur Einbringung eines Antrags auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis im Inland. Der sich auf dem Territorium von Ungarn aufhaltende Drittstaatsangehörige kann seinen Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis auch bei der laut seiner Unterkunft zuständigen Regionaldirektion einreichen, wenn ein besonders zu berücksichtigender Umstand die Antragstellung im Inland begründet oder er sich als Staatsangehöriger eines in Anlage II der Verordnung (EG) Nr. 539/2001 aufgeführten Staates oder zusammen mit einem solchen Drittstaatsangehörigen als Familienangehöriger rechtmäßig auf dem Territorium von Ungarn aufhält. Ein besonders zu berücksichtigender Umstand ist insbesondere eine Tatsache im Zusammenhang mit der Heilbehandlung, der Familienzusammenführung oder der Erwerbstätigkeit, die aus einem vom Drittstaatsangehörigen nicht verschuldeten Grund eingetreten ist und die Antragstellung an einem den in einer Rechtsnorm festgelegten allgemeinen Bedingungen entsprechenden Ort behindert.

Der Antrag auf Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis muss spätestens 30 Tage vor Ablauf der Aufenthaltsberechtigung bei der laut der Unterkunft zuständigen Regionaldirektion unter gleichzeitiger Beilegung der Dokumente, persönlich eingereicht werden. Bei der Einreichung des Antrags ist das gültige Reisedokument vorzulegen. Der Reisepass muss zum Zeitpunkt des Ablaufs der genehmigten Aufenthaltsberechtigung noch wenigstens 3 Monate lang gültig sein.

Der Antrag auf Erteilung der Aufenthaltserlaubnis zur Saisonarbeit wird von der vorgehenden Behörde im Rahmen eines einheitlichen Antragsverfahrens entschieden.

Die detaillierte Information über das einheitliche Antragsverfahren kann eingesehen werden, wenn Sie hier klicken.

Die Verwaltungsleistungsgebühr des Verfahrens auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis beträgt 60 Euro, die bei der Auslandsvertretung in erster Linie in Euro oder einer anderen konvertierbaren Währung und im Ausnahmefall mit den gesetzlichen Zahlungsmitteln des Staates laut dem Ort der Einreichung des Antrags zu entrichten sind. Bei einer Einreichung im Inland beträgt die Verwaltungsleistungsgebühr des Verfahrens 18.000 Forint. Die Verwaltungsleistungsgebühr des Verfahrens zur Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis beträgt 10.000 Forint, die der Antragsteller in Form von Stempelmarken entrichten muss.

Die vorgehende Behörde beendet das in der Sache des Antrags auf Ausstellung einer Aufenthaltserlaubnis durchgeführte einheitliche Verfahren innerhalb von 70 Tagen nach der Einreichung des Antrags.

Im Rahmen eines Schnellverfahrens ist der Antrag des Drittstaatsangehörigen auf Aufenthaltserlaubnis innerhalb von 15 Tagen zu entscheiden, wenn sich der Drittstaatsangehörige in den fünf Jahren vor der Einreichung des Antrags wenigstens einmal im Rahmen einer saisonalen Beschäftigung in Ungarn aufgehalten und die fremdenpolizeilichen und arbeitsrechtlichen gesetzlichen Bestimmungen voll und ganz eingehalten hat.

Die Partei kann beantragen, dass ihr die fremdenpolizeiliche Behörde das Dokument der Aufenthaltserlaubnis per Post zuschicken soll, bzw. kann sie es auch persönlich übernehmen.

Wir informieren darüber, dass die fremdenpolizeiliche Behörde bei den nach dem 1. Januar 2016 eingebrachten Anträgen in den Angelegenheiten, bei denen die für das Verfahren maßgebende Bearbeitungsfrist unter zwei Monaten oder sechzig Tagen liegt, unter Berücksichtigung der Regeln des sog. abgekürzten Verfahrens vorgeht. Wenn der Behörde alle notwendigen Bedingungen zur Klärung des Sachverhalts zwecks Entscheidungsfindung zur Verfügung stehen, muss die Behörde sofort, doch spätestens nach acht Tagen eine Entscheidung fällen. Sollten die Bedingungen des abgekürzten Verfahrens nicht bestehen (wenn nicht alle Daten zur Verfügung stehen, erfolgt z. B. eine Mängelbeseitigung bzw. die Anforderung von inländischer Amtshilfe), wird ein Verfahren mit allgemeiner Frist durchgeführt. In diesem Fall fällt die Behörde innerhalb von acht Tagen nach Eingang des Antrags auf Einleitung des Verfahrens eine Entscheidung mit offener Wirkung, in der sie die Partei davon in Kenntnis setzt, dass die Behörde, sofern sie nach Ablauf von 60 Tagen nach Eingang des Antrags in der Angelegenheit keine sachbezogene Entscheidung fällt, der Partei die Verfahrensgebühr zurückerstattet und sie von der Zahlung weiterer Kosten befreit. Die fremdenpolizeiliche Behörde fällt keine Entscheidung mit offener Wirkung, wenn sie innerhalb von 8 Tagen nach der Einleitung des Verfahrens eine sachbezogene Entscheidung fällt oder das Verfahren aussetzt oder das Verfahren einstellt oder den Antrag ohne sachbezogene Prüfung abweist. Die Regeln des abgekürzten Verfahrens müssen nicht angewendet und keine Entscheidung mit offener Wirkung gefällt werden, wenn am Verfahren eine Fachbehörde beteiligt ist oder die fremdenpolizeiliche Behörde zum Schutz der öffentlichen oder nationalen Sicherheit die Meinung der in einer gesonderten Rechtsnorm festgelegten Behörde anfordert.

Ein Rechtsmittel gegen eine ablehnende Entscheidung ist zulässig und kann innerhalb von 8 Tagen nach der Übermittlung bei der in erster Instanz entscheidenden Behörde bzw. bei der Auslandsvertretung laut dem Ort der Antragstellung eingereicht werden. Wenn sich die Partei in ihrer Berufung auf eine Tatsache beruft, von der sie vor der Entscheidung Kenntnis hatte, oder die Berufung ohne Begründung einreicht, wird die Berufung ohne sachbezogene Prüfung von der in erster Instanz entscheidenden Behörde abgewiesen.

Die Verwaltungsleistungsgebühr der Berufung beträgt 5.500 Forint, die in Stempelmarken zu entrichten sind. Die Gebühr einer bei der Auslandsvertretung eingebrachten Berufung beträgt 20 Euro.

 

FORMULARE

Das Antragsformular können Sie unter dem folgenden Link elektronisch herunteraden und elektronisch ausfüllen:

- Antrag auf Aufenthaltserlaubnis zur Saisonarbeit

- Antrag auf Ersatz des Aufenthaltsdokuments

- Antrag auf Umtausch des Aufenthaltsdokuments

 

Handschriftlich ausfüllbare pdf-Formulare:

- Antrag auf Aufenthaltserlaubnis zur Saisonarbeit

- Antrag auf Ersatz des Aufenthaltsdokuments

- Antrag auf Umtausch des Aufenthaltsdokuments

 

VERBINDLICHE ANLAGEN

DOKUMENTE ZUM NACHWEIS DES AUFENTHALTSZIELS

Saisonale Arbeit als Aufenthaltsziel kann nachgewiesen werden:
• mit einer Arbeitserlaubnis;
• mit einem Gelegenheits-Arbeitnehmerbuch;
• mit einer Urkunde zum Nachweis des Beschäftigungsverhältnisses.

Achtung! Der Antragssteller muss über eine vom zuständigen Arbeitszentrum ausgestellte saisonale Arbeitserlaubnis verfügen. Die Erlaubnis muss den Ort und Zeitpunkt der Arbeit und im Falle einer Mehrfachbeschäftigung die Angaben jeder einzelnen Beschäftigung enthalten. Die saisonale Arbeitserlaubnis muss vom Arbeitgeber des Visum-Antragsstellers in Ungarn besorgt werden. Ein saisonales Arbeitsvisum ist zu besorgen, wenn die saisonale Beschäftigung drei Monate übersteigt.


DOKUMENTE ZUM NACHWEIS EINES UNTERHALTS IN UNGARN

Der Staatsangehörige eines Drittstaates verfügt dann über die notwendige finanzielle Deckung zu einem 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen übersteigenden Aufenthalt, wenn er selbst oder für ihn ein Familienmitglied aus dem zur Verfügung stehenden, rechtmäßig erworbenen Einkommen bzw. Vermögen die Kosten seines Unterhalts, seiner Wohnbarkeit, Ausreise sowie notwendigenfalls seiner gesundheitlichen Versorgung decken kann.

Im Verfahren zur Ausstellung eines 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen übersteigenden Aufenthalts kann der Unterhalt insbesondere nachgewiesen werden:
• mit dem Nachweis eines Finanzinstituts über ein in Ungarn oder im Ausland geführtes Konto;
• dem einem Einkommensnachweis des Vorjahres seitens des Finanzamts;
• mit dem Einkommensnachweis seitens des Arbeitgebers;
• mit einem Arbeitgebernachweis und/oder dem Nachweis des Finanzamtes über das aus dem Ausland überwiesene regelmäßige Einkommen;
• mit der Erklärung des Familienmitglieds, das in Ungarn über ein Aufenthaltsvisum oder eine Aufenthaltsgenehmigung, über den Rechtsstand eines Eingewanderten oder Ansässigen, eine Aufenthaltskarte oder ständige Aufenthaltskarte gemäß einem gesonderten Gesetz verfügt bzw. als Flüchtling anerkannt ist, wobei die Erklärung in eine notarielle Urkunde abgefasst sein muss und den Unterhalt und die Versorgung des Antragsstellers gewährleistet sowie die Unterhaltsfähigkeit der den Unterhalt übernehmenden Person nachweist oder
• auf sonstige glaubhafte Weise.

 

DOKUMENTE ZUM NACHWEIS DES VORHANDENSEINS EINER UNTERKUNFT IN UNGARN

Als Unterkunftsort in Ungarn kann die im Liegenschaftsverzeichnis als Wohngebäude oder Wohnung bezeichnete, dort registrierte Liegenschaft, eine andere, zur Wohnbarkeit geeignete Liegenschaft (mindestens 6 m2 Wohnfläche/Person) oder eine kommerzielle oder sonstige Unterkunft akzeptiert werden, die den Bedingungen in der Rechtsvorschrift entspricht.

Das Vorhandensein der Unterkunft in Ungarn kann nachgewiesen werden:
• mit dem Wohnungsmietvertrag, der das Wohnungsmietrechtsverhältnis nachweist;
• mit einer Urkunde über die Wohnungsbenutzung aus Gefallen;
• mit einer Urkunde, die das Vorhandensein der gebuchten und bezahlten Unterkunft nachweist;
• mit einem gültigen Einladungsschreiben, das mit einer behördlichen Genehmigung versehen ist;
• mit der Urkunde, die das Eigentumsrecht der Wohnung nachweist, mit der Kopie des Eigentumsblattes nicht älter als 30 Tage;
• mit einem Liegenschafts-Kaufvertrag und der Kopie des Beschlusses des Regierungsamtes der Hauptstadt oder des Komitats, der den Liegenschaftserwerb genehmigt;
• mit einer sonstigen Urkunde.

 

DOKUMENTE ZUM NACHWEIS EINER UMFASSENDEN KRANKENVERSICHERUNG

• Beim Einreichen des Antrags auf eine Aufenthaltsgenehmigung ist mit einer Urkunde nachzuweisen, dass Sie in Bezug auf die Gesamtheit der Versorgung im Gesundheitswesen als versichert gelten (so insbesondere, dass Sie gemäß dem gesonderten Gesetz über die Sozialversicherung, einem internationalen Vertrag, oder einer gesonderten Vereinbarung zur Inanspruchnahme der Leistungen im Gesundheitswesen berechtigt sind), oder die Kosten ihrer gesundheitlichen Versorgung aus der Ihnen zur Verfügung stehenden finanziellen Deckung gewährleisten können.

 

DOKUMENTE ZUM NACHWEIS DER VORAUSSETZUNGEN DER AUSREISE

Die Voraussetzungen der Ausreise können nachgewiesen werden:
• mit einem gültigen Reisepass, oder den Genehmigungen, die zur Einreise in das vom Staatsangehörigen eines Drittstaates angeführte Land oder zur Rückreise in das Ausgangsland notwendig sind,
• und mit einem gültigen Fahrschein bzw. den zum Kauf dieses notwendigen finanziellen Mitteln, oder mit einem Verkehrsmittel, das rechtmäßig vom ausländischen Staatsangehörigen benutzt wird.

Über die verbindlichen Anlagen hinaus kann die Ausländerbehörde zur Klärung des Sachverhalts im Laufe des Verfahrens auch zur Einreichung weiterer Urkunden aufrufen!

 

GÜLTIGKEIT

Das saisonale Arbeitsvisum berechtigt zur einmaligen oder mehrmaligen Einreise und zu einem Aufenthalt mit dem Zweck der saisonalen Arbeit von mehr als drei Monaten, aber höchstens sechs Monaten.

Die durch das saisonale Arbeitsvisum ermöglichte Aufenthaltsdauer und die Gültigkeitsdauer des Visums werden von der das Visum ausstellenden Behörde – im gesetzlichen Rahmen – auf Grund des Inhalts der dem Antrag beigefügten Urkunden und des nachgewiesenen Aufenthaltszwecks, der geplanten Aufenthaltsdauer sowie sämtlicher sonstiger Daten, die in Bezug auf die Aufenthaltsumstände zur Verfügung stehen, auch unter Beachtung der individuellen Umstände des Antragsstellers bestimmt.

Die Gültigkeitsdauer des saisonalen Arbeitsvisums beträgt höchstens 1 Jahr.

 

VERBUNDENE RECHTE UND PFLICHTEN

• Auf dem Gebiet der Schengen-Mitgliedstaaten sind Sie in Besitz der gültigen Aufenthaltsgenehmigung zu einer 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen nicht übersteigenden visumfreien Einreise und einem ebensolchen Aufenthalt berechtigt.

• Zur Arbeit gemäß der Arbeitserlaubnis berechtigt.

• Der Staatsangehörige eines Drittstaates, der an einem Unterkunftsort Unterkunft erhält, der als zum Führen eines Gästebuches nicht verpflichteter Unterkunftsort gilt, ist dann zur Anmeldung seiner Unterkunft verpflichtet, wenn sein Aufenthalt in Ungarn dreißig Tage ab der Einreise überschreitet. Der Meldepflicht ist innerhalb von drei Tagen ab der Einreise auf einem hierzu verwendeten Formular (im Weiteren: Meldeblatt) nachzukommen, und zwar an der gemäß dem Unterkunftsort zuständigen regionalen Direktion (Geschäftsstelle) des Amtes für Einwanderung und Staatsangehörigkeit.

• Der Staatsangehörige eines Drittstaates weist die Tatsache der Anmeldung des Unterkunftsortes mit dem Zweitexemplar des Meldeblattes nach. Der über die Anmeldung des Unterkunftsortes enthaltene Belegabschnitt muss vom Staatsangehörigen eines Drittstaates bei sich gehalten und verwahrt werden. Der Staatsangehörige eines Drittstaates hat eine Änderung seines Unterkunftsortes innerhalb von drei Tagen an der gemäß dem neuen Unterkunftsort zuständigen regionalen Direktion zu melden.

• Falls der über eine Aufenthaltsgenehmigung verfügende Staatsangehörige eines Drittstaates in Ungarn ein Kind bekommt, das Staatsangehöriger eines Drittstaates ist, so ist er verpflichtet, diese Tatsache unter Mitteilung der folgenden Daten mitzuteilen:
 - natürliche Identifizierungsdaten des Kindes gemäß dem Gesetz;
 - Identifizierungsdaten des Reisedokuments des Kindes;
 - Adresse des Unterkunftsortes oder Wohnadresse des Kindes.

• Die Entwendung, Vernichtung, der Verlust eines Reisedokuments sowie seiner Aufenthaltsgenehmigung sind vom Staatsangehörigen eines Drittstaates bei der Ausländerbehörde (regionale Direktion des Amtes für Einwanderung und Staatsangehörigkeit oder Polizeidirektion) unverzüglich zu melden. Von der Ausländerbehörde wird über die Anmeldung ein Nachweis ausgestellt. Die Ausländerbehörde ist unverzüglich über das Auffinden des verloren geglaubten und nach der Meldung gefundenen Reisedokuments zu benachrichtigen.

 

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