Bevándorlási és Állampolgársági Hivatal

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INHALT

Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer Beschäftigung

KREIS DER BERECHTIGTEN

Zur Ausübung einer Beschäftigung kann der Drittstaatsangehörige eine Aufenthaltserlaubnis bekommen, dessen Aufenthaltsziel es ist:

·         aufgrund seines Beschäftigungsverhältnisses, gegen Entgelt für eine andere Person oder unter Anleitung einer anderen Person eine tatsächliche Arbeit zu verrichten;

·         als Eigentümer bzw. Person mit Führungsaufgaben einer Wirtschaftsgesellschaft, Genossenschaft oder anderen – zum Einkommenserwerb gegründeten – juristischen Person über seine in diesen Tätigkeitsbereich fallende Tätigkeit hinaus eine tatsächliche Arbeit zu verrichten.

 

BEGRIFFSERLÄUTERUNG

Drittstaatsangehörige: mit Ausnahme der über das Recht auf Freizügigkeit und freien Aufenthalt verfügenden Personen (EWR-Bürger bzw. Familienangehörige, die einen EWR-Bürger bzw. ungarischen Staatsangehörigen begleiten oder zu einer solchen Person kommen) die nichtungarischen Staatsangehörigen und Staatenlosen.

Staatenlose: Personen, die kein einziger Staat als Staatsangehörige nach seinem eigenen Recht anerkennt.

Kombinierte Erlaubnis: eine Aufenthaltserlaubnis, die einen Drittstaatsangehörigen auf dem Territorium von Ungarn zur Errichtung eines Beschäftigungsverhältnisses mit einem bestimmten Arbeitgeber und zum Aufenthalt berechtigt.

Einheitliches Antragsverfahren: ein Verfahren, das aufgrund des von einem Drittstaatsangehörigen eingereichten Antrags auf die Genehmigung seines Aufenthalts auf dem Territorium Ungarns von mehr als neunzig Tagen innerhalb eines Zeitraums von einhundertachtzig Tagen und die Errichtung eines Beschäftigungsverhältnisses mit einem bestimmten Arbeitgeber gerichtet ist.

 

EINREICHUNG DES ANTRAGS UND INFORMATIONEN IN VERBINDUNG MIT DEM VERFAHREN

Bedingung: Einreichung des ausgefüllten Formulars sowie der verbindlichen Anlagen bzw. Zahlung der Verfahrensgebühr

Wir weisen darauf hin, dass man bei der Einreichung des Antrags persönlich bei der Behörde erscheinen muss, es sei denn, der Ausländer ist infolge seines Gesundheitszustandes nicht in der Lage, zu erscheinen.

Wenn der Ausländer ein Beschäftigungsverhältnis errichten möchte, kann der Antrag auf Erteilung oder Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis auch von einem in einer gesonderten Rechtsnorm festgelegten, besonderen Arbeitgeber eingebracht werden, wenn die Partei dem schriftlich zustimmt. In diesem Fall kann die vorgehende Behörde im Verfahren auch mit dem Arbeitgeber Kontakt halten, doch muss die Partei von allen Verfahrenshandlungen unterrichtet werden.

Als besondere Arbeitgeber werden angesehen:

- die Arbeitgeber, die über eine gültige Vereinbarung zur strategischen Partnerschaft mit der Regierung verfügen,

- die Arbeitgeber, die Drittstaatsangehörige aus Nachbarländern Ungarns in den in einer Bekanntmachung des Volkswirtschaftsministeriums festgelegten Berufen in Ungarn beschäftigen möchten,

- die Arbeitgeber, die eine vom volkswirtschaftlichen Gesichtspunkt besondere Investition realisieren.

Der Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis ist – mit der gesetzlich festgehaltenen Ausnahme – bei dem Konsularbeamten oder an einem zur Übernahme des Antrags auf Aufenthaltserlaubnis ermächtigten anderen Ort einzureichen, der im Land laut dem ständigen oder gewöhnlichen Aufenthaltsort bzw. der Staatsangehörigkeit des Antragstellers tätig ist bzw. betrieben wird. Die Erteilung eines zur Übernahme der Aufenthaltserlaubnis berechtigenden Visums kann der Drittstaatsangehörige vor der Einreise – ohne Einreichung eines darauf gerichteten gesonderten Antrags – in seinem Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis beantragen.

Bei der Einreichung des Antrags wird zur Ausstellung eines biometrische Daten enthaltenden, zum Aufenthalt berechtigenden Dokuments ein Passbild erstellt und werden bei einem Antragsteller über sechs Jahren die Fingerabdrücke abgenommen, was der Drittstaatsangehörige erdulden muss. In den Fällen, in denen der Antrag auf Aufenthaltserlaubnis durch den Arbeitgeber eingebracht wird, muss die Partei zur obigen Datenaufnahme und zur Durchführung von sonstigen Verfahrenshandlungen bei Aufforderung der Behörde persönlich bei der Behörde erscheinen.

Gibt die Regionaldirektion dem Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis statt, genehmigt sie gleichzeitig auch die Erteilung eines zur Übernahme der Aufenthaltserlaubnis berechtigenden Visums, wovon sie den Konsularbeamten benachrichtigt. Das zur Übernahme der Aufenthaltserlaubnis berechtigende Visum wird – aufgrund der Entscheidung der Regionaldirektion – vom Konsularbeamten erteilt.

Wir weisen des Weiteren darauf hin, dass das zur Übernahme der Aufenthaltserlaubnis berechtigende D-Visum den Drittstaatsangehörigen zur einmaligen Einreise und zu einem Aufenthalt von 30 Tagen berechtigt, weshalb wir vorschlagen, nach Ihrer Einreise nach Ungarn zur Übernahme der Aufenthaltserlaubnis und zur Anmeldung der Unterkunft in Ungarn möglichst bald bei der laut Ihrer zukünftigen Unterkunft zuständigen Regionaldirektion des Amt für Einwanderung und Asyl zu erscheinen.

Neben der Einreichung eines Antrags auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis an einem der Regel entsprechenden Ort (ungarische Auslandsvertretungen) regelt das ungarische Recht auch die Möglichkeit zur Einbringung eines Antrags auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis im Inland. Der sich auf dem Territorium von Ungarn aufhaltende Drittstaatsangehörige kann seinen Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis auch bei der laut seiner Unterkunft zuständigen Regionaldirektion einreichen, wenn ein besonders zu berücksichtigender Umstand die Antragstellung im Inland begründet oder er sich als Staatsangehöriger eines in Anlage II der Verordnung (EG) Nr. 539/2001 aufgeführten Staates oder zusammen mit einem solchen Drittstaatsangehörigen als Familienangehöriger rechtmäßig auf dem Territorium von Ungarn aufhält. Ein besonders zu berücksichtigender Umstand ist insbesondere eine Tatsache im Zusammenhang mit der Heilbehandlung, der Familienzusammenführung oder der Erwerbstätigkeit, die aus einem vom Drittstaatsangehörigen nicht verschuldeten Grund eingetreten ist und die Antragstellung an einem den in einer Rechtsnorm festgelegten allgemeinen Bedingungen entsprechenden Ort behindert.

Der Antrag auf Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis muss spätestens 30 Tage vor Ablauf der Aufenthaltsberechtigung bei der laut der Unterkunft zuständigen Regionaldirektion unter gleichzeitiger Beilegung der Dokumente, persönlich eingereicht werden. Bei der Einreichung des Antrags ist das gültige Reisedokument vorzulegen. Der Reisepass muss zum Zeitpunkt des Ablaufs der genehmigten Aufenthaltsberechtigung noch wenigstens 3 Monate lang gültig sein.

Der Antrag auf Erteilung der Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer Beschäftigung wird von der vorgehenden Behörde im Rahmen eines einheitlichen Antragsverfahrens entschieden.

Die detaillierte Information über das einheitliche Antragsverfahren können Sie einsehen, indem Sie hier klicken.

Die Verwaltungsleistungsgebühr des Verfahrens auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis beträgt 60 Euro, die bei der Auslandsvertretung in erster Linie in Euro oder einer anderen konvertierbaren Währung und im Ausnahmefall mit den gesetzlichen Zahlungsmitteln des Staates laut dem Ort der Einreichung des Antrags zu entrichten ist. Bei einer Einreichung im Inland beträgt die Verwaltungsleistungsgebühr des Verfahrens 18.000 Forint. Die Verwaltungsleistungsgebühr des Verfahrens zur Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis beträgt 10.000 Forint, die der Antragsteller in Form von Stempelmarken entrichten muss.

Die vorgehende Behörde beendet das in der Sache des Antrags auf Ausstellung einer Aufenthaltserlaubnis durchgeführte einheitliche Verfahren innerhalb von 70 Tagen nach der Einreichung des Antrags.  Wenn der Arbeitgeber des Drittstaatsangehörigen ein besonderer Arbeitgeber ist, fällt die vorgehende Behörde die sachbezogene Entscheidung innerhalb von 60 Tagen nach der Einreichung des Antrags.

Die Partei kann beantragen, dass ihr die fremdenpolizeiliche Behörde das Dokument der Aufenthaltserlaubnis per Post zuschicken soll, bzw. kann sie es auch persönlich übernehmen.

Ich informiere darüber, dass die fremdenpolizeiliche Behörde bei den nach dem 1. Januar 2016 eingebrachten Anträgen in den Angelegenheiten, bei denen die für das Verfahren maßgebende Bearbeitungsfrist unter zwei Monaten oder sechzig Tagen liegt, unter Berücksichtigung der Regeln des sog. abgekürzten Verfahrens vorgeht. Wenn der Behörde alle notwendigen Bedingungen zur Klärung des Sachverhalts zwecks Entscheidungsfindung zur Verfügung stehen, muss die Behörde sofort, doch spätestens nach acht Tagen eine Entscheidung fällen. Sollten die Bedingungen des abgekürzten Verfahrens nicht bestehen (wenn nicht alle Daten zur Verfügung stehen, erfolgt z. B. eine Mängelbeseitigung bzw. die Anforderung von inländischer Amtshilfe), wird ein Verfahren mit allgemeiner Frist durchgeführt. In diesem Fall fällt die Behörde innerhalb von acht Tagen nach Eingang des Antrags auf Einleitung des Verfahrens eine Entscheidung mit offener Wirkung, in der sie die Partei davon in Kenntnis setzt, dass die Behörde, sofern sie nach Ablauf von 60 Tagen nach Eingang des Antrags in der Angelegenheit keine sachbezogene Entscheidung fällt, der Partei die Verfahrensgebühr zurückerstattet und sie von der Zahlung weiterer Kosten befreit. Die fremdenpolizeiliche Behörde fällt keine Entscheidung mit offener Wirkung, wenn sie innerhalb von 8 Tagen nach der Einleitung des Verfahrens eine sachbezogene Entscheidung fällt oder das Verfahren aussetzt oder das Verfahren einstellt oder den Antrag ohne sachbezogene Prüfung abweist. Die Regeln des abgekürzten Verfahrens müssen nicht angewendet und keine Entscheidung mit offener Wirkung gefällt werden, wenn am Verfahren eine Fachbehörde beteiligt ist oder die fremdenpolizeiliche Behörde zum Schutz der öffentlichen oder nationalen Sicherheit die Meinung der in einer gesonderten Rechtsnorm festgelegten Behörde anfordert.

Ein Rechtsmittel gegen eine ablehnende Entscheidung ist zulässig und kann innerhalb von 8 Tagen nach der Übermittlung bei der in erster Instanz entscheidenden Behörde bzw. bei der Auslandsvertretung laut dem Ort der Antragstellung eingereicht werden. Wenn sich die Partei in ihrer Berufung auf eine Tatsache beruft, von der sie vor der Entscheidung Kenntnis hatte, oder die Berufung ohne Begründung einreicht, wird die Berufung ohne sachbezogene Prüfung von der in erster Instanz entscheidenden Behörde abgewiesen.

Die Verwaltungsleistungsgebühr der Berufung beträgt 5.500 Forint, die in Stempelmarken zu entrichten sind. Die Gebühr einer bei der Auslandsvertretung eingebrachten Berufung beträgt 20,- EUR.

FORMULARE

Das Antragsformular können Sie unter dem folgenden Link herunterladen (Word):

Antrag auf Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer Beschäftigung

- Antrag auf Ersatz des Aufenthaltsdokuments

- Antrag auf Umtausch des Aufenthaltsdokuments

 

Handschriftlich ausfüllbare PDF-Formulare

Antrag auf Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer Beschäftigung

- Antrag auf Ersatz des Aufenthaltsdokuments

- Antrag auf Umtausch des Aufenthaltsdokuments

 

VERBINDLICHE ANLAGEN

DOKUMENTE ZUM NACHWEIS DES AUFENTHALTSZIELS

Falls Sie auf Grund Ihres Rechtsverhältnisses, das auf die Beschäftigung im Ausland gerichtet ist, gegen einen Gegenwert für eine andere Person bzw. unter der Leitung einer anderen Person eine Arbeit versehen wollen, so kann der Aufenthaltszweck insbesondere nachgewiesen werden:
• mit der Urkunde, die das auf die Beschäftigung gerichtete Rechtsverhältnis nachweist, in besonderen Fällen gemäß einer gesonderten Rechtsvorschrift mit einer Arbeitserlaubnis;
• mit dem Gelegenheits-Arbeitnehmerbuch;
• mit einem als Privatperson abgeschlossenen Auftrags-, Unternehmer- oder Nutzungsvertrag.
Falls Sie gemäß einer ausländischen Rechtsvorschrift eine eigenständige Arbeit versehen wollen, die gegen einen Gegenwert durchgeführt werden kann, so kann der Aufenthaltszweck insbesondere nachgewiesen werden:
• mit dem Einzelunternehmerausweis;
• dem unternehmerischen Vorhaben der Wirtschaftstätigkeit;
• dem Ausweis des landwirtschaftlichen Primärerzeugers.
Falls Sie eine Tätigkeit als Eigentümer, leitender Funktionsträger, Mitglied eines Führungs-, Vertretungs- oder Aufsichtsorgans einer ausländischen Wirtschaftsgesellschaft, Genossenschaft oder sonstigen juristischen Person mit dem Ziel des Einkommenserwerb ausüben wollen, so ist der Einreise- und Aufenthaltszweck dann als nachgewiesen anzusehen, wenn
• die Wirtschaftsgesellschaft, Genossenschaft oder sonstige juristischen Person mit dem Ziel des Einkommenserwerb (im Weiteren gemeinsam: Wirtschaftsgesellschaft) mindestens seit sechs Monaten durchgehend, ohne Unterbrechungen rechtmäßig mindestens drei ungarische Staatsangehörige oder Personen, die über das Recht des freien Personenverkehrs und Aufenthalts verfügen, in voller Arbeitszeit beschäftigt, oder

• der Aufenthalt des Antragsstellers in Ungarn, der Staatsangehöriger eines Drittstaates ist, aus der Sicht der Tätigkeit der Wirtschaftsgesellschaft unabdingbar und auf Grund des dem Antrag beigefügten unternehmerischen Vorhabens wahrscheinlich ist, dass die Wirtschaftsgesellschaft Einnahmen erzielen wird, die auch den Unterhalt des Antragsstellers gewährleisten. Das im unternehmerischen Vorhaben Enthaltene ist glaubhaft nachzuweisen, so insbesondere mit dem Beifügen eines Unternehmer- oder Auftragsvertrags, einer Vereinbarung oder eines Vertrags über Einkauf oder Verkauf.

 

DOKUMENTE ZUM NACHWEIS EINES UNTERHALTS IN UNGARN

Der Staatsangehörige eines Drittstaates verfügt dann über die notwendige finanzielle Deckung zu einem 90 Tage innerhalb von 180 Tagen übersteigenden Aufenthalt, wenn er selbst oder für ihn ein Familienmitglied aus dem zur Verfügung stehenden, rechtmäßig erworbenen Einkommen bzw. Vermögen die Kosten seines Unterhalts, seiner Wohnbarkeit, Ausreise sowie notwendigenfalls seiner gesundheitlichen Versorgung decken kann.

Im Verfahren zur Ausstellung der Aufenthaltsgenehmigung kann der Unterhalt insbesondere nachgewiesen werden:
• mit dem Nachweis eines Finanzinstituts über das in Ungarn oder im Ausland geführte Konto;
• mit dem Einkommensnachweis bezüglich des Vorjahres seitens des Finanzamts;
• mit einem Einkommensnachweis seitens des Arbeitgebers;
• mit einem Arbeitgebernachweis und/oder dem Nachweis des Finanzamtes über das aus dem Ausland überwiesene regelmäßige Einkommen;
• auf sonstige glaubhafte Weise.

 

DOKUMENTE ZUM NACHWEIS DES VORHANDENSEINS EINER UNTERKUNFT IN UNGARN

Als Unterkunftsort in Ungarn kann die im Liegenschaftsverzeichnis als Wohngebäude oder Wohnung bezeichnete, dort registrierte Liegenschaft, eine andere, zur Wohnbarkeit geeignete Liegenschaft (mindestens 6 m2 Wohnfläche/Person) oder eine kommerzielle oder sonstige Unterkunft akzeptiert werden, die den Bedingungen in der Rechtsvorschrift entspricht.

Das Vorhandensein der Unterkunft in Ungarn kann nachgewiesen werden:

• mit dem Wohnungsmietvertrag, der das Wohnungsmietrechtsverhältnis nachweist;
• mit einer Urkunde über die Wohnungsbenutzung aus Gefallen;
• mit einer Urkunde, die das Vorhandensein der gebuchten und bezahlten Unterkunft nachweist;
• mit dem Nachweis über die Unterbringung in einem Studentenwohnheim;
• mit der Urkunde, die das Eigentumsrecht der Wohnung nachweist, mit der Kopie des Eigentumsblattes nicht älter als 30 Tage;
• mit einem Liegenschafts-Kaufvertrag und der Kopie des Beschlusses des Regierungsamtes der Hauptstadt oder des Komitats, der den Liegenschaftserwerb genehmigt;
• mit sonstigen Urkunden.

 

DOKUMENTE ZUM NACHWEIS EINER UMFASSENDEN KRANKENVERSICHERUNG

Beim Einreichen des Antrags auf eine Aufenthaltsgenehmigung ist mit einer Urkunde nachzuweisen, dass Sie in Bezug auf die Gesamtheit der Versorgung im Gesundheitswesen als versichert gelten (so insbesondere, dass Sie gemäß dem gesonderten Gesetz über die Sozialversicherung, einem internationalen Vertrag, oder einer gesonderten Vereinbarung zur Inanspruchnahme der Leistungen im Gesundheitswesen berechtigt sind), oder die Kosten ihrer gesundheitlichen Versorgung aus der Ihnen zur Verfügung stehenden finanziellen Deckung gewährleisten können.

 

DOKUMENTE ZUM NACHWEIS DER VORAUSSETZUNGEN DER AUSREISE

Die Voraussetzungen der Ausreise können nachgewiesen werden:

• mit einem gültigen Reisepass, oder den Genehmigungen, die zur Einreise in das vom Staatsangehörigen eines Drittstaates angeführte Land oder zur Rückreise in das Ausgangsland notwendig sind,
• und mit einem gültigen Fahrschein bzw. den zum Kauf dieses notwendigen finanziellen Mitteln, oder mit einem Verkehrsmittel, das rechtmäßig vom ausländischen Staatsangehörigen benutzt wird.

Der Staatsangehörige eines Drittstaates hat zeitgleich mit der Einreichung des Antrags eine Erklärung darüber abzugeben, ob er im Falle der Abweisung des Antrags übernimmt, dass er freiwillig das Gebiet der Mitgliedstaaten der Europäischen Union verlässt.
Über die verbindlichen Anlagen hinaus kann die Ausländerbehörde zur Klärung des Sachverhalts im Laufe des Verfahrens auch zur Einreichung weiterer Urkunden aufrufen! Die ab dem Aufruf zur Mängelbeseitigung bis zur Erfüllung dieser verstreichende Zeit wird in die Sachbearbeitungsfrist nicht mit eingerechnet.

 

GÜLTIGKEIT

Die Gültigkeitsdauer der Aufenthaltsgenehmigung mit dem Zweck einer Erwerbstätigkeit beträgt höchstens drei Jahre und kann jeweils um höchstens drei Jahre verlängert werden.

Falls die Aunfenthaltsgenehmigung als kombinierte Erlaubnis ausgestellt wird, die Gültigkeit der Aufenthaltserlaubnis ist höchstens zwei Jahre, die gelegentlich mit zwei Jahre verlängert sein kann.

Im Falle einer an eine Arbeitserlaubnis gebundene Tätigkeit richtet sich die Gültigkeitsdauer der Aufenthaltsgenehmigung an die Gültigkeitsdauer der Arbeitserlaubnis.

Bei der Bestimmung der Gültigkeitsdauer der Aufenthaltsgenehmigung muss auch die Gültigkeitsdauer des Reisepasses in Betracht gezogen werden. Die in der Aufenthaltsgenehmigung enthaltene Aufenthaltsdauer ist so zu bestimmen, dass das Reisedokument über die genehmigte Dauer des Aufenthalts hinaus noch mindestens 3 Monate lang gültig sein muss.

 

VERBUNDENE RECHTE UND PFLICHTEN

• Auf dem Gebiet der Schengen-Mitgliedstaaten sind Sie in Besitz der gültigen Aufenthaltsgenehmigung zu einer 90 Tage innerhalb von 180 Tagen nicht übersteigenden visumfreien Einreise und einem ebensolchen Aufenthalt berechtigt.

• Der Staatsangehörige eines Drittstaates, der an einem Unterkunftsort Unterkunft erhält, der als zum Führen eines Gästebuches nicht verpflichteter Unterkunftsort gilt, ist dann zur Anmeldung seiner Unterkunft verpflichtet, wenn sein Aufenthalt in Ungarn dreißig Tage ab der Einreise überschreitet. Der Meldepflicht ist innerhalb von drei Tagen ab der Einreise auf einem hierzu verwendeten Formular (im Weiteren: Meldeblatt) nachzukommen, und zwar an der gemäß dem Unterkunftsort zuständigen regionalen Direktion (Geschäftsstelle) des Amtes für Einwanderung und Staatsangehörigkeit).

• Der Staatsangehörige eines Drittstaates weist die Tatsache der Anmeldung des Unterkunftsortes mit dem Zweitexemplar des Meldeblattes nach. Der über die Anmeldung des Unterkunftsortes enthaltene Belegabschnitt muss vom Staatsangehörigen eines Drittstaates bei sich gehalten und verwahrt werden. Der Staatsangehörige eines Drittstaates hat eine Änderung seines Unterkunftsortes innerhalb von drei Tagen an der gemäß dem neuen Unterkunftsort zuständigen regionalen Direktion zu melden.

• Falls der über eine Aufenthaltsgenehmigung verfügende Staatsangehörige eines Drittstaates in Ungarn ein Kind bekommt, das Staatsangehöriger eines Drittstaates ist, so ist er verpflichtet, diese Tatsache unter Mitteilung der folgenden Daten mitzuteilen:
 - natürliche Identifizierungsdaten des Kindes gemäß dem Gesetz;
 - Identifizierungsdaten des Reisedokuments des Kindes;
 - Adresse des Unterkunftsortes oder Wohnadresse des Kindes.

• Die Entwendung, Vernichtung, der Verlust eines Reisedokuments sowie seiner Aufenthaltsgenehmigung sind vom Staatsangehörigen eines Drittstaates bei der Ausländerbehörde (regionale Direktion des Amtes für Einwanderung und Staatsangehörigkeit oder Polizeidirektion) unverzüglich zu melden. Von der Ausländerbehörde wird über die Anmeldung ein Nachweis ausgestellt. Die Ausländerbehörde ist unverzüglich über das Auffinden des verloren geglaubten und nach der Meldung gefundenen Reisedokuments zu benachrichtigen.

Das kombinierte Erlaubnis ist eine Aufenthaltserlaubnis, die es einem Drittstaatsangehörigen gestattet, im Hoheitsgebiet von Ungarn mit einem bestimmten Arbeitgeber ein Rechtsverhältnis für Beschäftigung zu gründen und sich aufzuhalten.

Im einheitlichen Antragsverfahren – um die Entscheidung zu treffen darüber, ob die Beschäftigung des Drittstaatsangehörigen in Ungarn unterstützt wird – in der ersten Instanz das Zentralstelle für Arbeitswesen der Regierungsstelle in der Hauptstadt und in den Komitaten, das gemäß der Arbeit zuständig ist, und in der zweiten Instanz der Minister für Beschäftigungspolitik als Fachbehörden verfahren, deswegen eine Arbeitserlaubnis separat muss nicht ausgestellt werden.

 

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