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INHALT

AUSSENSTELLE, GEMEINSCHAFTSUNTERKUNFT UND ABTEILUNG FLÜCHTLINGSFRAGEN - BALASSAGYARMAT

Leiterin: Frau Orosz (Orosz Jánosné), Abteilungsleiterin

Anschrift: 2660 Balassagyarmat, Kossuth utca 43

Tel.: 06 35 501 041

Fax: 06 35 501 046

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TRÄGER

Die Außenstelle, Gemeinschaftsunterkunft und Abteilung Flüchtlingsfragen Balassagyarmat der Regionaldirektion Nordungarn des Amt für Einwanderung und Asyl ist die aus Unterkünften bestehende Organisationseinheit, die Aufgaben als Servicestelle im Parteienverkehr, der Fremdenpolizei und der Flüchtlingsbehörde erledigt, zur Unterbringung der in einem fremdenpolizeilichen Verfahren stehenden Ausländer bzw. Asylbewerber dient und von dem Amt für Einwanderung und Asyl unterhalten wird.

 GESCHICHTE

Die Außenstelle, Gemeinschaftsunterkunft und Abteilung Flüchtlingsfragen Balassagyarmat gibt es seit dem 1. März 2011. Die Tätigkeit als Servicestelle im Parteienverkehr läuft seit ihrer Eröffnung, während die Unterbringung der ersten 39-köpfigen Gruppe von ausländischen Staatsangehörigen am 28. Juni 2011 erfolgte. Die Aufgaben als Flüchtlingsbehörde erledigende Organisationseinheit ist seit dem 1. Juli 2015 tätig.

 

 

ZIELGRUPPE

In der Gemeinschaftsunterkunft werden in erster Linie Ausländer untergebracht, die in einem fremdenpolizeilichen Verfahren stehen, während die Behörde in folgenden Fällen den Aufenthalt eines Drittstaatsangehörigen an einem bestimmten Ort anordnen kann:

- die Zurückweisung oder Ausweisung des Drittstaatsangehörigen darf wegen der in einem internationalen Abkommen übernommenen Pflicht Ungarns nicht angeordnet bzw. vollstreckt werden;

- er ist minderjährig und ihm gegenüber könnte eine Haft angeordnet werden;

- ihm gegenüber könnte eine Haft angeordnet werden, doch würde sein minderjähriges Kind, das sich zusammen mit ihm auf dem Territorium von Ungarn aufhält, bei der Anordnung einer Haft unbeaufsichtigt bleiben;

- die Haftdauer ist abgelaufen, doch besteht der die Grundlage für die Haftanordnung bildende Grund auch weiterhin;

- der Drittstaatsangehörige besitzt eine Aufenthaltserlaubnis zu humanitären Zwecken;

- der Drittstaatsangehörige steht unter der Wirkung einer Ausweisung und verfügt nicht über die zum Lebensunterhalt notwendigen finanziellen und Wohnbedingungen;

- ihm gegenüber wäre die Anordnung einer fremdenpolizeilichen Haft zulässig, und die Haft wäre für ihn – insbesondere angesichts seines Gesundheitszustandes bzw. Lebensalters – mit einem unangemessen schweren Nachteil verbunden.

In der Gemeinschaftsunterkunft dürfen sich die in einem fremdenpolizeilichen Verfahren stehenden, untergebrachten Personen maximal zwei Monate lang aufhalten. Wenn seit der Anordnung des verbindlichen Aufenthalts in einer Gemeinschaftsunterkunft zwei Monate vergangen sind, aber die Bedingungen für die Anordnung des Aufenthalts an einem bestimmten Ort fortbestehen, ist für den Drittstaatsangehörigen ein anderer Aufenthaltsort zu bestimmen.

Über das oben Dargelegte hinaus kann die Flüchtlingsbehörde auch im Falle von Asylbewerbern als Maßnahme zur Bereithaltung über die Anordnung der Gemeinschaftsunterkunft als bestimmten Aufenthaltsort entscheiden.

 

VERSORGUNGSLEISTUNG

Das für die Unterhaltung der Gemeinschaftsunterkunft verantwortliche Organ stellt den Festlegungen in einer Rechtsnorm entsprechend für die in der Gemeinschaftsunterkunft untergebrachten Drittstaatsangehörigen Folgendes sicher:

- die Unterbringung,

- eine Verpflegung mit täglich drei Mahlzeiten,

- eine persönliche Ausstattung.

Bei unserer Gemeinschaftsunterkunft gewährleisten wir in 19 Zimmern, in Schlafräumen für 4 bis 8 Personen die gesonderte Unterbringung von alleinstehenden Männern, Frauen und Familien. Unsere Aufnahmekapazität beträgt 110 Personen und kann nach Bedarf auf 140 Personen erweitert werden.

Die Mitarbeiter der Gemeinschaftsunterkunft sorgen für die Zuweisung der aufgenommenen Personen zur vorläufigen medizinischen Untersuchung bzw. ihre Registrierung; sie informieren die neu untergebrachten Personen über den Inhalt der Hausordnung und der Tagesordnung, über Hinweise von allgemeinem Interesse sowie über ihre Pflichten, ihre Rechte und die Art und Weise der Durchsetzung ihrer Rechte. Die Mitarbeiter sichern den untergebrachten Personen eine ihrer Religion und nationalen Zugehörigkeit bzw. ihrer individuellen Lage entsprechende Unterbringung und Verpflegung bzw. statten sie mit einem Essbesteck und Reinigungsmitteln, Bettwäsche und Handtüchern aus. Sie kontrollieren regelmäßig die Ordnung der von den Bewohnern genutzten Zimmer und verfolgen die Lebensumstände. Nach Bedarf sorgen sie bei der Aufnahme für die Ausstattung der Zielgruppe mit entsprechender Bekleidung.

Die untergebrachten Personen dürfen das Gelände der Gemeinschaftsunterkunft unter Berücksichtigung der Tagesordnung zwischen morgens 6 Uhr und abends 22 Uhr für einen Zeitraum bis zu 24 Stunden frei verlassen, eine längere Abwesenheit von bis zu fünf Tagen unterliegt einer Meldepflicht.

Verpflegung und Hygiene

Die Verpflegung in der Einrichtung sichert ein externer Dienstleister mit der Verteilung von täglich einem warmen Mittag sowie wöchentlich vier warmen Abendessen bzw. Esspaketen. Ihren individuellen Verpflegungsbedarf können die untergebrachten Personen in den zur Verfügung stehenden drei Kochecken befriedigen. Die untergebrachten Personen übernehmen bei ihrer Aufnahme in der Unterkunft das ihnen zustehende Hygienepaket, für dessen Ersatz wir monatlich sorgen.

Medizinische Versorgung

In der gut ausgestatteten Arztpraxis der Einrichtung gibt es zweimal in der Woche eine hausärztliche Versorgung und an 4 Stunden am Tag einen medizinischen Schwesterndienst. Für den Zugang zu den notwendigen fachärztlichen Leistungen stehen das örtliche Krankhaus und die Ambulanz zur Verfügung. Eine kinderärztliche Versorgung bzw. den Baby-Fürsorgedienst sichern wir im Rahmen der medizinischen Versorgung des Bereichs.

Psychosoziale Versorgung

Die Sozialarbeiter der Gemeinschaftsunterkunft legen eine besondere Sorgfalt auf die Erschließung der Bedürfnisse der Personen in Verbindung mit ihren mentalen, sozialen und behördlichen Angelegenheiten, decken ihre Probleme auf und gewähren ihnen Hilfe zu deren Lösung. Eine psychiatrische Versorgung steht im örtlichen Krankenhaus im Rahmen der Fachordination zur Verfügung.

Gemeinschafts- und Freizeittätigkeiten

Die Gemeinschaftsunterkunft stellt entsprechende Bedingungen zur sinnvollen Gestaltung der Freizeit sicher und gewährleistet für die untergebrachten Personen die Nutzung eines geeigneten Raums zur freien Religionsausübung.

Den untergebrachten Personen stehen ein Internet-Zimmer mit 6 Computern, Wi-Fi, eine Möglichkeit zum Fernsehen, verschiedene Sportgeräte bzw. eine Möglichkeit zum Tischtennisspielen zur Verfügung. Für die untergebrachten Kinder wurden außerdem ein allen Bedürfnissen entsprechendes Spielzimmer bzw. ein Schulungs- und Beschäftigungsraum ausgestaltet, wo sie ihre Freizeit zusammen mit ihren Eltern bzw. ausgebildeten Pädagogen sinnvoll verbringen können.

 

SPENDEN

Die Gemeinschaftsunterkunft Balassagyarmat bekommt regelmäßig Kleiderspenden, in erster Linie von der Landes- bzw. den örtlichen Organisationen des Ungarischen Roten Kreuzes bzw. von verschiedenen Nichtregierungsorganisationen und Privatpersonen.

 

ZUSAMMENARBEIT

Die Einrichtung arbeitet mit verschiedenen sozialen, Nichtregierungs-, karitativen und internationalen Organisationen, Partnerorganisationen, Kommunalverwaltungen und Polizeiorganen zusammen. Unter anderem mit dem Ungarischen Roten Kreuz bzw. auf dem Gebiet der den untergebrachten ausländischen Staatsangehörigen gesicherten Rechtshilfeleistung mit dem Ungarischen Helsinki-Komitee.

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