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INHALT

Häufige Fragen - Aufenthalt in Ungarn

Im Besitz welcher zu einem Aufenthalt von mehr als 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen berechtigenden Genehmigung kann in Ungarn eine Erwerbstätigkeit betrieben werden?

Eine Erwerbstätigkeit kann die Person betreiben, die über ein Visum für Saisonarbeit, eine zu humanitären Zwecken erteilte Aufenthaltserlaubnis, eine zur Betreibung einer Erwerbstätigkeit, zum Einkommenserwerb oder zur Beschäftigung, zur Gewährleistung des familiären Zusammenlebens, zu Forschungszwecken oder zu Studienzwecken erteilte Aufenthaltserlaubnis oder eine Blaue Karte EU verfügt.

 

In Verbindung mit der am 1. Juli 2016 in Kraft getretenen Gesetzesänderung wurde die Betreibung einer Erwerbstätigkeit als Aufenthaltszweck zweigeteilt, so dass wir die zur Beschäftigung und die zum Einkommenserwerb erteilte Aufenthaltserlaubnis unterscheiden können.

Zum Einkommenserwerb kann der Drittstaatsangehörige eine Aufenthaltserlaubnis bekommen, dessen Aufenthaltsziel es ist,

- eine Tätigkeit zu betreiben, die aufgrund einer Rechtsnorm selbständig, gegen Entgelt verrichtet werden kann, oder 

- seine Tätigkeit als Eigentümer, Person mit Führungsaufgaben bzw. Mitglied des Leitungs-, Vertretungs- oder Aufsichtsorgans einer Wirtschaftsgesellschaft zu verrichten.

Zur Beschäftigung kann der Drittstaatsangehörige eine Aufenthaltserlaubnis bekommen,

- dessen Aufenthaltsziel es ist, aufgrund seines Beschäftigungsverhältnisses, gegen Entgelt eine tatsächliche Arbeit für eine andere Person oder unter Anleitung einer anderen Person zu verrichten oder

- der als Eigentümer bzw. Person mit Führungsaufgaben einer Wirtschaftsgesellschaft, Genossenschaft oder anderen – zum Einkommenserwerb gegründeten – juristischen Person über seine in diesen Tätigkeitsbereich fallende Tätigkeit hinaus eine tatsächliche Arbeit verrichtet.

Infolge der am 1. Januar 2014 in Kraft getretenen Gesetzesänderung wurde die Richtlinie 2011/98/EU des Europäischen Parlaments und des Rates (Richtlinie zur kombinierten Erlaubnis) umgesetzt, auf deren Grundlage die zur Betreibung einer Erwerbstätigkeit erteilte Aufenthaltserlaubnis als kombinierte Erlaubnis ausgestellt wird. Eine kombinierte Erlaubnis ist eine Aufenthaltserlaubnis, die einen Drittstaatsangehörigen auf dem Territorium von Ungarn zur Errichtung eines Beschäftigungsverhältnisses mit einem bestimmten Arbeitgeber und zum Aufenthalt berechtigt.

Fälle der Anwendung eines einheitlichen Antragsverfahrens:

Ø      wenn der Drittstaatsangehörige zur Ausübung einer Beschäftigung einen Antrag auf Aufenthaltserlaubnis einbringt;

Ø      wenn der Drittstaatsangehörige ein Beschäftigungsverhältnis errichten möchte und

·        einen Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis zur Gewährleistung des familiären Zusammenlebens,

·        einen Antrag auf eine Blaue Karte EU oder

-        einen Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis zu Forschungszwecken

einbringt;

Ø      wenn der Drittstaatsangehörige ein Beschäftigungsverhältnis errichten möchte und

·       über eine zur Gewährleistung des familiären Zusammenlebens erteilte Aufenthaltserlaubnis,

·       über eine Blaue Karte EU,

-       über eine zum Einkommenserwerb erteilte Aufenthaltserlaubnis oder

-       über eine zu Forschungszwecken erteilte Aufenthaltserlaubnis

verfügt.

Ø      Spezialfälle: wenn der Drittstaatsangehörige über die in einer Rechtsnorm festgelegte Aufenthaltserlaubnis zu humanitären Zwecken verfügt und ein Beschäftigungsverhältnis errichten möchte, leitet die laut der Unterkunft zuständige Regionaldirektion von Amts wegen ein Verfahren zur Ausstellung einer kombinierten Erlaubnis ein.

Ein einheitliches Antragsverfahren darf nicht angewendet werden:

·       auf Personen, die über das Recht auf Freizügigkeit und freien Aufenthalt verfügen;

-       auf Personen, die sich durch Entsendung auf dem Territorium von Ungarn aufhalten;

-      auf Personen, die sich mit einem Visum für Saisonarbeit auf dem Territorium von Ungarn aufhalten bzw. in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union Saisonarbeit verrichten;

-      auf Drittstaatsangehörige, die sich als unternehmensintern transferierte Arbeitnehmer, Au-pairs oder Seeleute auf dem Gebiet Ungarns aufhalten möchten bzw. aufhalten;

-      auf Personen, die von der Flüchtlingsbehörde ihre Anerkennung als Flüchtling beantragt oder bei der Flüchtlingsbehörde um vorübergehenden oder zusätzlichen Schutz ersucht hatten;

-      auf Personen, die Ungarn als Flüchtling anerkannt hat oder denen ein vorübergehender oder zusätzlicher Schutz gewährt wurde;

-      auf aufgenommene Personen;

-      auf Personen, die über eine durch einen anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union ausgestellte Aufenthaltserlaubnis-EU zum Nachweis der langfristigen Aufenthaltsberechtigung verfügen;

-      auf Personen, deren Aufenthaltsziel es ist, eine Tätigkeit zu betreiben, die laut Rechtsnorm selbständig, gegen Entgelt verrichtet werden darf (z. B. Einzelunternehmer, Direktvermarkter),

-      auf Personen, deren Aufenthaltsziel die Betreibung eines Studiums ist;

-      auf Drittstaatsangehörige, die während ihres Aufenthalts für einen Zeitraum von höchstens neunzig Tagen innerhalb von einhundertachtzig Tagen arbeiten möchten.

Wer zur Absolvierung einer Ausbildung bzw. eines Studiums über eine Aufenthaltserlaubnis verfügt, muss zur Ausübung einer Beschäftigung während der Ausbildungs- bzw. Studienzeit keine gesonderte Aufenthaltserlaubnis zur Beschäftigung einholen, bzw. benötigt der bei einer in Ungarn tätigen Bildungseinrichtung in einem Rechtsverhältnis als Auszubildender im Tageskurs bzw. Direktstudent stehende Ausländer während des Bestehens des Rechtsverhältnisses keine Arbeitserlaubnis. Der über eine Aufenthaltserlaubnis zu Ausbildungs- und Studienzwecken verfügende Drittstaatsangehörige darf eine Erwerbstätigkeit im Unterrichtszeitraum pro Woche höchstens für vierundzwanzig Stunden bzw. im unterrichtsfreien Zeitraum in Vollzeitanstellung an jährlich höchstens neunzig Tagen oder sechsundsechzig Arbeitstagen verrichten.

 

Wann ist es als EWR-Bürger notwendig, eine Registrierungsbestätigung zu beantragen?

Der EWR-Bürger darf mit einem gültigen Reisedokument oder Personalausweis nach Ungarn einreisen und muss bei einem Aufenthalt von mehr als 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen – spätestens am dreiundneunzigsten Tag nach der Einreise – seinen Aufenthalt unter Mitteilung seiner personenbezogenen Daten anmelden.

 

Was ist zur Anmeldung des EWR-Bürgers bzw. zur Ausstellung einer Wohnsitzkarte erforderlich?

Der EWR-Bürger kann seinen Aufenthalt von mehr als 90 Tagen bei einer Außenstelle der nach seinem zukünftigen Wohnsitz zuständigen Regionaldirektion anmelden. Bei der Anmeldung ist ein gültiges Reisedokument oder ein gültiger Personalausweis vorzulegen und sind die Dokumente zum Nachweis des Bestehens der Aufenthaltsbedingungen beizulegen: bei der Betreibung einer Erwerbstätigkeit die diese belegenden Dokumente, bei der Absolvierung einer Ausbildung bzw. eines Studiums eine diesbezügliche Bescheinigung der Bildungseinrichtung, bei der Rechtsstellung als Familienangehöriger ein Dokument zum Nachweis des Bestehens einer Familienbeziehung, ein Dokument zum Nachweis des Vorhandenseins von ausreichenden Mitteln, ein Dokument zum Nachweis der Verfügungsberechtigung über die als ungarische Wohnanschrift angemeldete Immobilie und ein Dokument zum Nachweis der Berechtigung zur Inanspruchnahme von Leistungen der Krankenversicherung oder der finanziellen Deckung dieser Leistungen. Die Gebühr der Ausstellung der Registrierungsbestätigung beträgt 1.000 HUF, die in Form von Stempelmarken zu entrichten sind.

 

In welcher Zeit nach der Anmeldung bekommt der EWR-Bürger eine Registrierungsbestätigung und bis wann ist diese gültig?

Wenn die Bedingungen erfüllt sind, stellt die Behörde sofort eine Registrierungsbestätigung aus; die Registrierungsbestätigung ist unbegrenzt gültig.

 

Was muss der EWR-Bürger nach seiner Anmeldung zur Ausstellung einer Wohnsitzkarte weiter tun?

Die Partei hat nach der Anmeldung nichts weiter zu tun, die Wohnsitzkarte wird per Post von dem Regierungsamts der Hauptstadt Budapest zugeschickt.

 

Wie kann der Ehegatte eines ungarischen Staatsangehörigen oder EWR-Bürgers als Drittstaatsangehöriger (und nicht EWR-Bürger) nach Ungarn einreisen?

Ein Familienangehöriger mit Drittstaatsangehörigkeit darf mit einem gültigen Reisedokument und – mangels abweichender Bestimmung – einem gültigen und zu einem Aufenthalt bis zu 90 Tagen berechtigenden Visum nach Ungarn einreisen. Die Information über die visumfreie Einreise nach Ungarn kann hier eingesehen werden.

 

Unter welchen Bedingungen kann sich der Ehegatte eines ungarischen Staatsangehörigen oder EWR-Bürger als Drittstaatsangehöriger (und nicht EWR-Bürger) für mehr als drei Monate in Ungarn aufhalten?

Spätestens am dreiundneunzigsten Tag nach der Einreise oder nach dem Auftreten der das Aufenthaltsrecht begründenden Tatsache ist eine Aufenthaltskarte zu beantragen.

 

Was ist zur Beantragung der Aufenthaltskarte bzw. zur Ausstellung einer Wohnsitzkarte erforderlich?

Der Familienangehörige kann seinen Antrag auf eine Aufenthaltskarte bei einer Außenstelle der nach seinem zukünftigen Wohnsitz zuständigen Regionaldirektion einreichen. Bei der Einreichung eines Antrags ist ein gültiges Reisedokument vorzulegen und sind ein Passbild sowie die Dokumente zum Nachweis des Bestehens der Aufenthaltsbedingungen beizulegen: ein Dokument zum Nachweis des Bestehens einer Familienbeziehung, ein Dokument zum Nachweis des Vorhandenseins von ausreichenden Mitteln, ein Dokument zum Nachweis der Verfügungsberechtigung über die als ungarische Wohnanschrift angemeldete Immobilie und ein Dokument zum Nachweis der Berechtigung zur Inanspruchnahme von Leistungen der Krankenversicherung oder der finanziellen Deckung dieser Leistungen. Die Gebühr der Ausstellung der Aufenthaltskarte beträgt bei Familienangehörigen von EWR-Bürgern 1.500 HUF und bei Familienangehörigen von ungarischen Staatsangehörigen 10.000 HUF, die in Form von Stempelmarken zu entrichten sind.

 

Wie lange ist die Verfahrensfrist beim Antrag des Familienangehörigen eines ungarischen Staatsangehörigen bzw. EWR-Bürgers auf Aufenthaltskarte und wie lange ist die Aufenthaltskarte gültig?

Die sachbezogene Entscheidung fällt die vorgehende Behörde innerhalb von 70 Tagen nach der Einreichung des Antrags. Die Gültigkeitsdauer der Aufenthaltskarte des Familienangehörigen eines EWR-Bürgers richtet sich nach der Dauer des Aufenthalts des EWR-Bürgers, beträgt aber höchstens fünf Jahre. Die Gültigkeitsdauer der Aufenthaltskarte des Familienangehörigen eines ungarischen Staatsangehörigen beträgt fünf Jahre.

 

Ist eine diplomatische Superlegalisation bzw. eine Übersetzung der im Ausland ausgestellten Dokumente erforderlich?

Im Ausland ausgestellte öffentliche Urkunden bzw. durch ausländische Gerichte, Verwaltungsorgane, Notare oder andere mit einer öffentlichen Glaubhaftigkeit ausgestattete Personen beglaubigte Privaturkunden verfügen – sofern aus einer Rechtsnorm, einem internationalen Vertrag bzw. der Gegenseitigkeitspraxis bezüglich der Gruppe von Angelegenheiten nichts anderes folgt – nur dann über eine Beweiskraft laut ungarischem Gesetz, wenn sie von der im Staat laut dem Ort der Ausstellung tätigen ungarischen Auslandsvertretungsbehörde mit einer diplomatischen Superlegalisation versehen wurden. Eine nicht in ungarischer Sprache ausgestellte Urkunde kann – wenn die auf diese Gruppe von Angelegenheiten bezogene Rechtsnorm nichts anderes verfügt – nur mit einer beglaubigten ungarischen Übersetzung versehen akzeptiert werden.

 

Wie kann ein eingewanderter bzw. niedergelassener EWR-Bürger seine Einwanderungs- bzw. Niederlassungserlaubnis und seinen ungarischen Personalausweis verlängern lassen?

Auf Antrag eines EWR-Bürgers mit Niederlassungs- oder Einwanderungserlaubnis ist – ohne Prüfung der Bedingungen – ein Dokument zum Nachweis des ständigen Aufenthaltsrechts auszustellen, dessen Gebühr 1.500 HUF beträgt, die in Form von Stempelmarken zu entrichten sind.

 

Personen aus welchen Drittstaaten benötigen zur Einreise nach Ungarn ein Visum?

Die Information über die visumfreie Einreise nach Ungarn kann hier eingesehen werden.

 

Wo können Drittstaatsangehörige ein Visum beantragen?

Die Entscheidung von Anträgen für Kurzaufenthaltsvisa fällt in die Zuständigkeit des Außenministeriums. Die Einreichung des Visumantrags ist bei der nach dem ständigen (gewöhnlichen) Aufenthaltsort des Drittstaatsangehörigen zuständigen bzw. seiner Staatsangehörigkeit entsprechenden ungarischen Auslandsvertretung möglich.

 

Ist die Verlängerung eines Kurzaufenthaltsvisums der Kategorie „C” möglich?

Eine Verlängerung des Visums ist im Falle von höherer Gewalt bzw. beim Nachweis von humanitären Gründen oder schwerwiegenden persönlichen Gründen möglich; über die Verlängerung des Visums entscheidet die laut Unterkunft zuständige Regionaldirektion. Es ist wichtig zu wissen, dass die Gültigkeitsdauer des Visums auch in dem Fall nur für eine Dauer verlängert werden kann, die einen Aufenthalt von 90 Tagen nach der Einreise auf das Schengen-Gebiet sichert.

Wenn der Kunde als Grund für die Visumverlängerung einen schwerwiegenden persönlichen Grund nachweist, beträgt die für die Verlängerung zu berechnende Gebühr 30 EUR. In sonstigen Fällen ist die Verlängerung kostenlos zu erteilen.

 

Wo muss der Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis eingereicht werden und wie hoch ist die Verfahrensgebühr?

Der Antrag ist beim Konsularbeamten oder an einem zur Übernahme des Antrags ermächtigten anderen Ort einzureichen, seine Gebühr beträgt 60 EUR. Bei der nach der Unterkunft zuständigen Regionaldirektion kann der Antrag in den folgenden Fällen eingereicht werden: (seine Gebühr beträgt 18.000 HUF, die in Form von Stempelmarken zu entrichten sind)

-      ein besonders zu billigender Umstand begründet die Antragstellung im Inland;

-      das Ziel des Aufenthalts ist eine Forschungstätigkeit;

-      die Person hält sich als Staatsangehöriger eines visumfreien Staates oder zusammen mit einem solchen Drittstaatsangehörigen als Familienangehöriger rechtmäßig auf dem Territorium von Ungarn auf.

Ein besonders zu berücksichtigender Umstand kann insbesondere eine Tatsache im Zusammenhang mit der Heilbehandlung, der Familienzusammenführung oder der Erwerbstätigkeit sein, die aus einem vom Drittstaatsangehörigen nicht verschuldeten Grund eingetreten ist und die Antragstellung an einem den in einer Rechtsnorm festgelegten allgemeinen Bedingungen entsprechenden Ort behindert.

 

 Wo und wann muss die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis beantragt werden und wie hoch ist die Verfahrensgebühr?

Bei der nach der Unterkunft zuständigen Regionaldirektion, auf einem zu diesem Zweck eingeführten Formular, spätestens 30 Tage vor Ablauf der Gültigkeitsdauer der Aufenthaltserlaubnis. Die Verfahrensgebühr beträgt 10.000 HUF, die in Form von Stempelmarken zu entrichten sind.

 

Was wird zur Ausstellung bzw. Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis benötigt?

Ein gültiges Reisedokument ist vorzulegen und ein Passbild sowie die folgenden Dokumente zum Nachweis des Bestehens der Aufenthaltsbedingungen sind beizulegen: ein Dokument zum Nachweis des Einreise- und Aufenthaltszwecks, Dokumente zum Nachweis des Vorhandenseins einer Unterkunft in Ungarn, Dokumente zum Nachweis der Wohnmöglichkeit und einer finanziellen Deckung zur Absicherung des Lebensunterhalts für die gesamte Aufenthaltsdauer wie auch der Kosten der Ausreise sowie Dokumente zum Nachweis des Vorhandenseins der für die Rück- oder Weiterreise erforderlichen Erlaubnis und eines gültigen Fahrscheins (oder der zu dessen Kauf notwendigen finanziellen Mittel) oder eines Verkehrsmittels. Dem Antrag auf Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis ist die Erklärung beizulegen, das Gebiet der Mitgliedstaaten der Europäischen Union freiwillig zu verlassen. Der Antragsteller kann zur Klärung der Umstände des Aufenthalts auch zur Beilegung weiterer Dokumente aufgefordert werden. Die Dokumente zu den unveränderten Bedingungen müssen nicht neuerlich beigelegt werden.

 

Wo kann der Antrag eingereicht werden, das zum Besuch eines Drittstaatsangehörigen notwendige Einladungsschreiben mit einem Vermerk zu versehen, und was wird dazu benötigt?

Der Antrag für ein Einladungsschreiben ist auf dem in einer gesonderten Rechtsnorm festgelegten Formular bei der nach dem Wohnsitz, dem Aufenthaltsort oder der Unterkunft des Antragstellers bzw. dem Sitz der juristischen Person zuständigen Regionaldirektion persönlich bzw. im Falle einer juristischen Person als einladende Person durch einen bevollmächtigten Vertreter einzureichen.  

Der Antragsteller muss nachweisen, dass er der eingeladenen Person eine Unterkunft sichert, für ihre Versorgung sorgt und die Kosten ihrer medizinischen Versorgung wie auch ihrer Ausreise deckt. Die Verfahrensgebühr beträgt 4.000 HUF, die in Form von Stempelmarken zu entrichten sind.

 

Gibt es zur Aufenthaltserlaubnis eine Wohnsitzkarte?

Nein. Die Tatsache der Anmeldung der Unterkunft einer über eine Aufenthaltserlaubnis verfügenden Person weist das Zweitexemplar des Meldescheins nach.

 

In welchen Fällen ist eine Anmeldung der Unterkunft erforderlich und wie erfolgt sie?

Die Drittstaatsangehörigen sind – unabhängig davon, ob sie sich in einer zur Führung eines Gästebuches verpflichteten gewerblichen Unterkunft oder Privatunterkunft aufhalten – verpflichtet, ihre Unterkunft in Ungarn bei der zuständigen Regionaldirektion anzumelden, wenn ihr geplanter Aufenthalt mehr als dreißig Tage nach der Einreise beträgt.

Die Anmeldung der Unterkunft ist innerhalb von 3 Tagen nach der Einreise auf einem zu diesem Zweck eingeführten Formular (Meldeschein) bei der nach der Unterkunft zuständigen Regionaldirektion zu erfüllen, wobei die personenbezogenen Identifikationsdaten zu übermitteln sind. Der Meldeschein ist übereinstimmend mit den Daten des Reisedokuments auszufüllen und von der zur Anmeldung der Unterkunft verpflichteten Person sowie dem Unterkunftsgeber zu unterschreiben; bei der Erfüllung der Anmeldung ist das Reisedokument vorzulegen. Eine Änderung der Unterkunft ist innerhalb von 3 Tagen bei der nach der neuen Unterkunft zuständigen Regionaldirektion anzumelden.

 

Was ist im Falle der Geburt eines auf dem Territorium von Ungarn geborenen Kindes mit Drittstaatsangehörigkeit zu tun?

Wenn bei dem über ein Visum oder eine Aufenthaltserlaubnis verfügenden bzw. eingewanderten oder niedergelassenen Drittstaatsangehörigen auf dem Territorium von Ungarn ein Kind mit Drittstaatsangehörigkeit geboren wird, ist diese Tatsache unter Mitteilung folgender Daten anzumelden: natürliche Identifikationsdaten des Kindes, Identifikationsdaten des Reisedokuments des Kindes bzw. Anschrift der Unterkunft oder Wohnanschrift des Kindes. Die Geburt des Kindes muss unter Vorlage der Geburtsurkunde des Kindes innerhalb von drei Monaten nach der Geburt des Kindes bei der nach dem Wohnsitz bzw. der Unterkunft der Eltern zuständigen Regionaldirektion angemeldet werden. (FORMULAR)

 

Wo muss eine eingewanderte bzw. niedergelassene Person die Änderung ihrer Wohnanschrift anmelden?

Die Anmeldung der Änderung des Wohnsitzes erfolgt bei der Kreisverwaltung der nach dem neuen Wohnsitz zuständigen Regierungsbehörde der Hauptstadt bzw. des Komitats, wobei die Änderung der Wohnanschrift nicht mit einem Umtausch des Aufenthaltsdokuments verbunden ist; die Anmeldung wird durch den von der Kreisverwaltung ausgegebenen behördlichen Ausweis über die Personenkennzahl und die Wohnanschrift nachgewiesen, weshalb dieser behördliche Ausweis mit dem Aufenthaltsdokument zusammen aufzubewahren und der dazu berechtigten Behörde zur Einsicht zu übergeben ist.

 

Wie lange muss der Reisepass bei der Beantragung der Aufenthaltserlaubnis noch gültig sein?

Bei den EWR-Bürgern hat die Gültigkeitsdauer des Reisedokuments keine Bedeutung (die einzige Forderung ist, dass es bei der Einreichung eines Antrags gültig sein muss).

Bei Antragstellern aus Drittstaaten stellt die Regionaldirektion die Gültigkeitsdauer der Aufenthaltserlaubnis – in dem im Aufenthaltsgesetz festgehaltenen Rahmen – aufgrund des Inhalts der dem Antrag beigelegten Dokumente, des Zwecks und geplanten Zeitraums des Aufenthalts sowie aller ihr hinsichtlich der Umstände des Aufenthalts zur Verfügung stehenden sonstigen Daten und auch unter Berücksichtigung der individuellen Bedingungen des Antragstellers fest. Die Dauer des erlaubten Aufenthalts ist in der Regel so zu bestimmen, dass das Reisedokument des Drittstaatsangehörigen bei Ablauf des genehmigten Aufenthalts noch wenigstens drei Monate gültig ist. Wenn der Zweck des Aufenthalts des Drittstaatsangehörigen die Absolvierung einer Ausbildung bzw. eines Studiums oder eine Forschungstätigkeit oder die Gewährleistung des familiären Zusammenlebens oder die Betreibung einer Erwerbstätigkeit im Besitz einer Blauen Karte EU ist, muss die Gültigkeitsdauer seines Reisedokuments höchstens den Zeitraum des genehmigten Aufenthalts abdecken.

 

Muss die biometrische Aufenthaltserlaubnis umgetauscht werden, wenn man sich aus irgendeinem Grund einen neuen Reisepass ausstellen lassen muss (außer den Fällen von Datenänderung)? 

Nein. Es reicht aus, den neuen Reisepass bei der zuständigen Regionaldirektion vorzulegen.

 

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